Challenge

Fit durch die Coronakrise

Torsten Neuwirth, Pressewart, SVB Bruckmühl

28. April 2020

Die „SVB-Leichtis“ konnten sich bisher entweder jeden Dienstagabend zum Basketballspielen, am Donnerstagabend zum „Jedermann-Sport“ oder am Mittwoch und Freitag je nach Wetterlage zum Boule-Spielen treffen. „Gerade mit dem im August letzten Jahres neu gegründeten Boule-Team als Freizeitbereicherung waren wir gut gestartet, und jetzt ist tote Hose“, bringt es Basketball-und Boule-Spielleiter Heinrich Körner auf den Punkt. Für ihn steht aktuell nur „Bälle-Zählen in der Sporthalle“ oder die „Boule-Platzpflege“ auf dem Programm.

„Wenn man verletzt ist und sich nicht sportlich betätigen kann, ist das für den ein oder anderen schon nervig. Wenn man aber gesund ist und keinen Sport zum Ausgleich vom stressigen Alltag mit anderen wie gewohnt zusammen machen kann, wird die ganze Sache echt für alle richtig nervig“, beschreibt Peter Jüstel die derzeitige Gefühlslage seiner erwachsenen Leichtathleten.

Der Spartenleiter des SV Bruckmühl hat rund um den derzeitigen „Corona-Wahnsinn“ aus der Not eine Tugend gemacht, und die Challenge „Fit durch die Corona-Krise“ für seine Spartenmitglieder ins Leben gerufen. Kurzer Hand initiierte der begeisterte Marathon-Athlet dazu eine neue WhatsApp-Gruppe und stellte ein erstes, kleines Übungs-Video zum „Mitmachen für Alle“ ein. Am Ende gab er dann den „Spielball“ durch eine Nominierung an ein weiteres Spartenmitglied weiter.

Die „Schneeball-Aktion“ stieß sofort auf helle Begeisterung. „So bleiben wir in virtuellen Kontakt, können uns dabei etwas sportlich gemeinsam betätigen und haben zusammen noch einen Mords Spaß“, erklärt Jüstel das Projekt. Die Kreativität kennt dabei nach seinen Aussagen keine Grenzen, „wir machen uns dabei teilweise echt zum Affen“. Bei den neu kreierten Übungen werden nach seinen Aussagen neben diversen Haushaltsgegenständen und alltäglichen Gebrauchsgegenstände auch Kuscheltiere eingebunden.

Für den 56-jährigen Spartenleiter und Vertriebsmitarbeiter einer namhaften Werkzeugfabrik selbst ist bis zum 30. Juni Kurzarbeit angesagt. „Langsam aber sich fällt mir, sicherlich wie vielen anderen auch, die Decke auf den Kopf“, beschreibt Jüstel. Aus diesem Grund möchte er sich schon in Kürze um eine Ausgleichsbeschäftigung kümmern, „vielleicht kann ich mich ja irgendwie nützlich machen“.

Für Sparten- und Sportkollege Körner ist die derzeitige Situation als Rentner etwas einfacher, „ich finde die getroffenen Maßnahmen als solche für sinnvoll“. Anders liegt die Sache schon bei seiner Tochter. Sie arbeitet in einer Firma, in der Flies für Gesichtsmasken produziert werden. „Hier wurde von einem normalen Tages- auf einen Dreischichtbetrieb umgestellt“, berichtet der begeisterte Basketball- und Boule Spieler.

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