Gegen den Tabellenprimus HT München II gingen die Herren des SV Bruckmühl als klarer Außenseiter in die Begegnung. Dennoch nahm man sich vor, dem Aufstiegsaspiranten Paroli zu bieten.

Die Gastgeber wurden gleich nach Anpfiff ihrer Rolle gerecht. Wie zu erwarten war, drückten sie durchgängig aufs Tempo und forcierten ein schnelles Spiel. Zwar wies Trainer Rauch in der Ansprache zuvor darauf hin, dass genau das passieren würde, dennoch hatten die Bruckmühler enorme Schwierigkeiten, im Rückzug Gegenstöße oder zweite Wellen zu unterbinden. HT wusste also technische Fehler oder Fehlwürfe mit Gegenstößen zu bestrafen bzw. Torerfolge mit zügigen Anwürfen und daraus resultierenden Gegentreffern zu beantworten. Die Münchner gingen somit früh in Führung und erspielten sich in der 16. Minute ein 12:7, was in einer Bruckmühler Auszeit resultierte. Erneut sprach Rauch das klare Problem an: der Rückzug. Denn selbst präsentierte man eine durchaus brauchbare Abwehr im Stellungsangriff – sofern man denn in diesen kam. Die einminütige Spielunterbrechung sollte dann auch Wirkung zeigen. Zwar blieb die Partie temporeich, Bruckmühl agierte jedoch wacher im Umschaltverhalten, was zu einem nun deutlich ausgeglicheneren Schlagabtausch führte. Die Gäste konnten bis zur Halbzeit sogar etwas verkürzen und beim Stand von 23:19 in die Pause gehen.

Für die zweite Halbzeit war also klar, dass man weiterhin das Tempospiel unterbinden müsste, um am Ball zu bleiben. Doch der Spielverlauf glich dann dem der ersten Halbzeit. Insbesondere in den folgenden 15 Minuten überlief HT die Bruckmühler erneut zu oft. Beim 35:25 in der 45. Minute war das Spiel demnach vorentschieden. Die Schlussphase lief dann zwar auch erneut ausgeglichener, letztlich verwalteten die Hausherren aber ihre Führung souverän und siegten mit 42:33.

Auch wenn das Ergebnis anderes vermuten lässt, konnte man alles in allem auch Gutes attestieren, etwa das Auftreten im jeweiligen Stellungsangriff. Eine besondere Erwähnung verdient Christian Schramm. Der Torhüter der Zweiten, der eigentlich noch A-Jugend spielen dürfte, sprang als Backup als zweiter Torhüter ein und bekam in der Schlussphase erste Einsatzzeiten in der 1. Herrenmannschaft. Dabei überzeugte er mit sechs Paraden bei neun Würfen, darunter auch mit einem gehaltenen 7-Meter-Wurf.

Es spielten:

Daniel Scheffter und Christian Schramm im Tor, Lorenz Paul (3), Lukas Wessely (1/1), Nicolas Wolf (3), Benjamin Schubert (3), Alexander Basan (3), Paul Gleissner (3), Leonid Nikoloski (4), Simon Todt, Stefan Bonleitner (2), Florian Rupp (2), Manuel Pergelt (2), Simon Möckl (7)

© Simon Möckl