Zum letzten Spiel vor der Weihnachtspause und gleichzeitig der Hinrunde gastierten die Bruckmühler Herren beim Tabellenzweiten, dem TSV München Allach II.

Die erste Hälfte lief – so ehrlich muss man sein – desaströs. In der Anfangsphase konnten die Bruckmühler das Spiel noch offenhalten. Beide Seiten zeigten einen durchaus effektiven, strukturierten Angriff, was zu einem 6:6 in der 11. Minute führte. Zu einfache Ballverluste luden München Allach dann jedoch zu Gegenstoßtoren ein, wodurch das Trainergespann Rauch/ Lackovic beim Stand von 11:7 in der 17. Minute durch eine Auszeit versuchte, ihr Team wieder auf Kurs zu bringen. Zwar verkürzte Bruckmühl gleich danach, es folgte jedoch die bisher wohl schwächste Phase der bisherigen Spielzeit. Bis zur Halbzeit erzielten die Bruckmühler Herren tatsächlich kein einziges Tor mehr. München Allach zeigte sich enorm stark und kompakt in der Defensive, womit die Gäste schlicht nicht klarkamen und falls doch, scheiterte man mehrfach am Torhüter. Gleichzeitig wussten die Gastgeber jede Schwäche zu nutzen und erzielten munter Tor um Tor.

Beim Stand von 18:8 zur Halbzeit drohte sich somit eine heftige Niederlage anzubahnen. Die Trainer versuchten in ihrer Ansprache, die sichtlich gedrückte Stimmung zu durchbrechen und wiesen zurecht darauf hin, dass man – völlig egal, wie am Ende das Spiel ausgehen würde – sich selbst nicht so unter Wert verkaufen sollte.

Doch auch nach Wiederanpfiff behielten die Zweitplatzierten vorerst die Zügel in der Hand und erhöhten um drei weitere Tore. Erst in der 33. Minute, also nach 16 torlosen Minuten, gelang Bruckmühl endlich wieder ein eigener Treffer. Und dann, ganz plötzlich, vielleicht, weil man sowieso nichts mehr zu verlieren hatte, vielleicht, weil die Gastgeber die Begegnung nicht mehr richtig ernst nahmen, vielleicht, weil Bruckmühl sich besann, durchaus BOL-tauglichen Handball spielen zu können, drehte sich das Spiel völlig. Nach dem 13:0 Lauf von München Allach sollte nun ein 4:14 Lauf von Bruckmühl folgen. Die Abwehr präsentierte sich nun wach, kompakt und reaktionsschnell, im Angriff wurden Spielzüge konsequent und effektiv gespielt und der Abschluss war zielsicher. Zudem brillierte in dieser Phase der Mannschaftsjüngste Lorenz Paul mit seiner Tempogegenstoßstärke und Keeper Daniel Scheffter durch herausragende Paraden. Trotz mehrerer Maßnahmen konnten die Hausherren diesen Lauf vorerst nicht stoppen, beim Stand von 25:22 in der 51. Minute hatte Bruckmühl sogar die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen. Letztlich spielte München Allach ihre Stärken in der Schlussphase wieder stabiler aus und die Bruckmühler Herren konnten das Momentum nicht bis zum Schluss aufrechterhalten und verloren 32:25.

So wirkt diese Niederlage auf dem Papier zwar durchaus deutlich, aufgrund dieses zur Halbzeit kaum vorstellbaren Comebacks kann man aber dennoch versöhnlich auf die Partie blicken. Der SV Bruckmühl überwintert nun auf dem 10. Platz, wobei die drei Plätze darüber jeweils gleich viele Punkte vorzuweisen haben. In der Rückrunde wird die Mannschaft alles in die Waagschale werfen, um den Klassenerhalt zu sichern. Einige Begegnungen haben bereits gezeigt, dass dies definitiv möglich sein wird.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern und hoffen sehr auf zahlreiche Fans in der Rückrunde, die mit uns gemeinsam das Projekt Klassenerhalt möglich machen!

Es spielten:

Markus Feldhaus und Daniel Scheffter im Tor, Lorenz Paul (6), Lukas Wessely, Mario Lackovic (4), Benjamin Schubert (4), Daniel Ultsch (2), Alexander Basan, Paul Gleissner (1), Leonid Nikoloski, Simon Todt, Stefan Bonleitner, Florian Rupp (4), Nicolas Wolf (3), Simon Möckl (1)

©Simon Möckl