Vergangenen Samstag gastierte der MTSV Schwabing in Bruckmühl. Im Hinspiel unterlag man den Münchnern recht deutlich.
Das Rückspiel verlief nun jedoch vorerst sehr ausgeglichen. Bruckmühl verwaltete die Angriffe – fast schon überraschend – langatmig und geduldig. Dies wurde teilweise zwar auch überstrapaziert, was zu fehlender Torgefahr führte, gleichzeitig gelang es dadurch jedoch, die zuletzt zu zahlreichen technischen Fehler zu reduzieren. So befand sich der Ball am Ende vieler Offensivaktionen der Bruckmühler Herren im gegnerischen Tornetz. In der Abwehr bekamen die Hausherren hingegen häufig nicht den richtigen Zugriff. Zu oft gelang es dem Schwabinger Spielmacher, nach eigenen Aktionen einen freien Mitspieler zu finden und den Ball noch weiterzubringen. Nach zehn Minuten stand es 8:8. Da beim MTSV viel von einer Person ausging, konnte sich Bruckmühl nach und nach besser darauf einstellen und immer mehr gegnerische Fehler erzwingen. Gleichzeitig trat man selbst in dieser Phase recht spielfreudig und sicher auf, woraufhin ein 14:9 Vorsprung gelang. Doch selbstverständlich nahmen sich die Bruckmühler Herren ihre zehn Minuten, in denen oft alles fahrig wird. Es wirkte, als wäre man beinahe zu überrascht von dieser Führung. Im Angriff wurde unvorbereiteter abgeschlossen, der Rückzug schwächelte, Leichtsinnsfehler schlichen sich wieder ein. Die Gäste nutzten diese Phase dankbar und glichen bis zur Halbzeit beim 16:16 aus.
Nach dem Wiederanpfiff wirkte es zudem auch noch einen kurzen Moment so, als würde Schwabing das Momentum weiter nutzen können, so gingen sie mit 17:19 in Führung. Doch an diesem Tag gelang es dem SV Bruckmühl endlich Mal wieder, ruhig zu bleiben, sich seiner Stärken zu besinnen und diese ruhig auszuspielen. Der Angriff stabilisierte sich wie zuvor in der ersten Halbzeit, nach und nach schwanden technische Fehler und man bekam die Gäste zumindest so weit in den Griff, dass die Fehlerquote eben höher als die eigene war. Tor für Tor konnte demnach eine Führung ausgebaut werden, die in der 57. Minute beim 34:28 gipfelte und letztlich zum 34:31 Sieg führte.
Nach langer Durststrecke also endlich wieder ein doch sehr wohltuender Sieg.
Es spielten:
Daniel Scheffter und Christian Schramm im Tor, Lorenz Paul (6), Lukas Wessely (4/2), Benjamin Schubert (4), Alexander Basan (3), Paul Gleissner (1), Simon Todt (3), Stefan Bonleitner (3), Florian Rupp (2), Manuel Pergelt (6), Simon Möckl (2)
© Simon Möckl

