Vergangenen Sonntag stand für die Herren des SV Bruckmühls eine äußerst wichtige Partie gegen den TSV Milbertshofen an. In dieser Begegnung zweier Abstiegskampfmannschaften ging es darum, wer etwas besser den Anschluss zu Nichtabstiegsrängen halten kann.

Das Spiel war von Beginn an vor allem von einem geprägt: Tempo. Die Bruckmühler zeigten insbesondere im Angriff eine durchaus ansprechende Leistung und kamen zu etlichen Torerfolgen, Milbertshofen wusste dies jedoch vor allem durch ihr Tempospiel immer wieder mit schnellen Gegentreffen zu egalisieren. Über eine äußerst konsequente erste und auch zweite Welle erzielten die Gäste regelmäßig einfache Treffer. Doch auch die Hausherren drückten aufs Tempo und kamen ebenfalls darüber oder über oft effektiv ausgespielte Stellungsangriffe zu Torerfolgen. So sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer in den ersten 30 Minuten zahlreiche Tore und zwei Mannschaften, die fröhlich punkteten, während der jeweilige Rückzug bzw. die Abwehrreihen nicht allzu ruhmreich waren. Bruckmühl ging immer wieder mit zwei Toren in Führung, konnte dies jedoch mit einer einzigen Ausnahme (15:12) nie weiter ausbauen bzw. halten, womit es denkbar knapp beim 19:18 in die Halbzeit ging.

Die Marschroute war also klar: Rückzug verbessern, Abwehr verdichten. Vorerst gelang dies auch durchaus. Die Tordifferenzen blieben ähnlich, der SV Bruckmühl erhöhte immer wieder mit bis zu zwei Toren, Milbertshofen egalisierte. In den letzten 15 Minuten zeigten sich die Gäste dann jedoch ballsicherer. Vom 26:24 glichen sie beim 27:27 aus und gingen dann in die erste Führung nach dem 0:1. In der Schlussphase schlichen sich auf Bruckmühler Seite immer mehr einfachste technische Fehler ein, welche der TSV zu nutzen wusste. Zwar gelang noch beim 29:29 ein letztes Unentschieden in der 50. Minute, in der Folge scheiterte man jedoch schlicht zu oft an den eigenen Schwächen. Milbertshofen bestrafte jede dieser konsequent und siegte letztendlich mit 32:37.

Natürlich haderte die Mannschaft im Anschluss mit dem Ergebnis und muss dieses nun erst noch verdauen. Auch wenn nun die Luft für den Klassenerhalt äußerst dünn wird, möchte man dennoch in allen verbleibenden Partien alles aufs Spielfeld werfen und die Runde kämpferisch sowie mit erhobenem Haupt weiter angehen.

Es spielten:

Markus Feldhaus und Daniel Scheffter im Tor, Simon Rupp (3), Lukas Wessely (3/3), Mario Lackovic (4), Benjamin Schubert (2), Daniel Ultsch (1), Alexander Basan (2), Paul Gleissner, Leonid Nikoloski (5), Simon Todt (2), Stefan Bonleitner, Florian Rupp (3), Lorenz Paul (4), Manuel Pergelt (2), Simon Möckl (1)