GESCHICHTE

Im Jahre 1928 entwickelte sich im Bruckmühler Arbeiterturnverein auch zunehmend der Fußball. Dies führte dann auch zu einer selbstständigen Fußballabteilung unter der Führung von Ignaz Hofmeister. Eine ähnliche Entwicklung gab es zeitgleich beim Turnverein 1921, wobei sich hier die Fußballer vom Verein loslösten und einn eigenen Verein,  den “Fußballverein Bruckmühl“ unter Vorstand Briesch gründeten. Zu diesem Zeitpunkt verfügten beide Fußballabteilungen einen eigenen Fußballplatz.

Nach der Beendigung des 2. Weltkrieges und dem Zusammenbruch der staatlichen Ordnung, begann ein schwieriger Neustart der Vereine. Jegliches Sportliches Zusammenleben wurde zunächst von den Besatzungsmächten formal-rechtlich durch Gesetzgebung beendet. Der nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübung, wurde als Naziorganisation aufgelöst. Gleiches galt für die angeschlossenen Vereine.

Allerding begann sich der  Sport im Süddeutschland, durch die liberale Haltung der amerikanischen Besatzungsmächte, bereits Mitte 1945, durch Neugründung von Vereinen wieder zu entwickeln. Dies führte auch in Bruckmühl am Ender des Jahres 1945 zur formalen Neugründung des Turn- und Sportvereins Bruckmühl unter dem Vorsitz von Alois Simon, der dem Verein bereits in den Kriegsjahren ab 1939 vostand. Am besten kamen dabei die Fußballer aus ihren Startlöchern, die schon bald die größte Sportgruppe bildeten. Fritz Schwarz leitete zu dieser Zeit die Fußballabteilung. Bereits im Jahr 1947/48 errangen sie dann auch gleich die 1. Meisterschaft und damit den Aufstieg in die 1. Bezirksliga. Nach zwei weiteren Jahren in der 1. Bezirksliga gelang dann über die Relegation der Aufstieg in die neu gegründete A-Klasse. Im Jahre 1955 erfolgte dann jedoch leider der Abstieg aus der A-Klasse. Schon zu dieser Zeit interessierte sich Eintracht Frankfurt für den Bruckmühler Torwart Alex Rothhuber, der dann 1951 auch von Bruckmühl nach Frankfurt wechselte. Mit Helmut Zatopek wechselte im gleichen Jahr ein weiterer Bruckmühler in den Profibereich. Der 1,94 Meter Hüne spielte im Anschluss für Wacker München in der 2. Bundesliga, Kickers Stuttgart, Borussia Dortmund, TSV 1860 München und zuletzt Hessen Kassel, wo er dann 1963 seine Karriere beendete.

1969 wurde dann die Neueröffnung des Sportgeländes „am Östlichen Dammweg“ der Fußballer gefeiert. Zum Eröffnungsspiel kam kein geringerer als der damalige Bundesligist Eintracht Frankfurt unter der Leitung von Erich Ribeck. Vor 1000 Zuschauern verlor die Heimelf 1:12. Aufgrund der sportlichen  Entwicklung und der steigenden Mitgliederanzahl, wurde 1984 der Entschluss gefasst, sich nach einer neuen Sportanlage umzuschauen. Nach intensiver Suche wurde  Anfang 1985 ein geeignetes Gelände gefunden und in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, dieses zu erwerben. Im September wurde also der SVB dann Eigentümer des 55.532 Quadratmeter großen und 3,1 Millionen Mark teuren Geländes des ehemaligen Gruberhofes.

Mit der Einweihung des Sportgeländes im Jahr 1990, gelang auch der bislang größte Erfolg für die Fußballer. In der Spielzeit 1990/91 holten sich die Bruckmühler den Meistertitel in der A-Klasse und stiegen in die Bezirksliga auf, in der man sich drei Jahre lang halten konnte. Kurz darauf etablierte sich dann auch der Damenfußball beim SVB. Was heute ganz normal ist, war damals eine Kuriosität. Aus einer Idee für ein Gaudispiel zwischen einer Bruckmühler Diskothek und einer Billardkneipe, das dann auch stattfand, entstand der Damenfußball. Die Spielerinnen beschlossen daraufhin, weiter zu trainieren und erhielten dann im Oktober 1995 die Möglichkeit ihre Aktivitäten im SV Bruckmühl weiter zu betreiben. Die ersten Trainer damals waren Mario Metzler und Klaus Giossi.

 

Zur Jahrtausendwende bestand die Sparte aus zwei Herrenmannschaften, einer Damenmannschaft sowie  mehreren Groß- und Kleinfeldmannschaften. In den darauffolgenden Jahren blieb der Sportliche Erfolg bei den Erwachsenen überschaubar. Die 1. Mannschaft musste den Gang in die Kreisklasse antreten und die Damen spielten in einer Hobbyliga. Zu diesem Zeitpunkt wurde jedoch der Grundstein für eine sehr erfolgreiche Zeit des Jugendfußballs gelegt.

Zehn Jahre später musste die 1. Mannschaft erneut eine Liga runter. Nach dem Abstieg in die
A-Klasse, schaffte man jedoch den Neuanfang mit Bruckmühler Eigengewächsen und der sportliche Erfolg der Herrenmannschaften ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem es den Jugendmannschaften gelang, sich von der D- bis zur A-Jugend in der Kreisliga zu positionieren, zogen auch die Herren nach 3 Spielzeiten in der Kreisklasse nach. Bei all den sportlichen Erfolgen gelang es jedoch nicht, den Mädchenfußballboom aufrecht zu erhalten und man musste sukzessive die Mädchenmannschaften und schlussendlich auch die Damenmannschaft vom Spielbetrieb abmelden. Zudem konnte man auch für den Kleinfeldbereich nicht mehr ausreichend viele Kinder für den Fußball begeistern und die Mannschaftsmeldungen entwickelten sich rückläufig.

Leider konnte man trotz der Gründung der JFG Markt Bruckmühl auch den sportlichen Erfolg der Jugendmannschaften nicht dauerhaft aufrechterhalten. Zusammen mit den beiden weiteren Gemeindevereinen SV-DJK Heufeld und SV-DJK Götting wollte man ein nachhaltiges Konzept zur Förderung von Breiten- und Leistungssport für die Jugendlichen der drei Vereine etablieren. Dies gelang innerhalb der ersten vier Jahre nicht und so entschlossen sich die Heufelder Verantwortlichen zum Ausstieg aus der JFG.

Aktuell kann man jedoch trotz der Schwierigkeiten rund um die Veränderungen in der JFG mit der Gesamtsituation zufrieden sein. Die Herrenmannschaften spielen in der Kreisliga sowie B-Klasse und fallen durch ihren großen Teamgeist auf. Der Kleinfeldbereich hat wieder einen hohen Zulauf erfahren und auch die ersten Mädchenmannschaften nehmen wieder am Spielbetrieb teil. Auch eine AH-Mannschaft befindet sich im Freundschaftsspielbetrieb und nimmt am gesellschaftlichen Vereinsleben teil.

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