Der SV Bruckmühl hat einen wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga Ost eingefahren. Mit dem 0:0 beim formstarken TSV Ampfing holte der SVB den ersten Punktgewinn im neuen Jahr. „Es war ein verdienter Punkt nach einer sehr, sehr großen kämpferischen Leistung. Den Auswärtszähler nehmen mir nicht nur einfach so mit, sondern den haben wir uns auch erarbeitet. Wir haben viel dafür getan und dieser eine Punkt könnte am Ende sogar Gold wert sein“, zeigte sich Trainer Mike Prost zufrieden mit dem Remis.
Platz und Wetter machten es beide Mannschaften schwer
Den Zuschauern im Isenstadion bot sich von Anfang an eine sehr umkämpfte, aber fußballerisch eher maue Begegnung. Beide Teams egalisierten sich weitestgehend. Die der Jahreszeit zu erwartenden Platzbeschaffenheit sowie das Wetter taten ihr Übriges. „Auf dem Untergrund war einfach nicht mehr Fußball möglich. Mit den Bedingungen, auch mit dem Wind, war es ganz, ganz schwierig, eine Linie in unser Offensivspiel zu bekommen“, erklärte Probst: „Es war klar, es kein schönes Fußballspiel werden wird. Das war auch nicht unser Anspruch, denn dann wären wir untergegangen. Kampf und Körpereinsatz waren gefragt, das haben wir zu 100 Prozent gezeigt.“ Bruckmühl erwischte zwar den etwas besseren Start in die Partie, schaffte es aber bei mehreren Halbchancen nicht, den Ball auf das Tor zu bringen. Abschlüsse von Patrick Kunze und Luca Piga verfehlten ihr Ziel deutlich. Die beste Chance für den SVB im ersten Durchgang hatte Michele Cosentino. Seine Direktabnahme aus dem Rückraum nach einer Ecke strich nur knapp am Pfosten vorbei.
TSV Ampfing setzte nur noch auf lange Bälle
Auf der Gegenseite ging ein Schuss von Karlo Jokic am Kreuzeck vorbei. Kurz vor der Pause musste Michael Kraxenberger vor der Linie klären. Zuvor hatte Torwart Maximilian Gröbmeyer die Kontrolle über den Ball verloren, nachdem er vom TSV-Stürmer ohne Chance auf das Spielgerät eigentlich regelwidrig angesprungen worden war. „Es war eine absolut fehlerfreie, wenn auch chancenarme erste Halbzeit von uns. Da gab es nichts zu kritisieren“, so Probst. Zur Pause stellten die Hausherren um und operierten im zweiten Spielabschnitt nur noch mit langen Bällen, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden.„Sie hatten zu Beginn Rückenwind. Deshalb haben wir den ein oder anderen Ball falsch eingeschätzt. Da sind wir ein bisschen geschwommen, haben aber mit der Zeit dazugelernt. Es war aber keine herausgespielte Situation von Ampfing dabei.“
Tobias Bloier musste verletzt ausgewechselt werden
Gröbmeyer musste sich allerdings nur einmal auszeichnen. In der 57. Minute lenkte der SVB-Keeper einen Versuch aus spitzem Winkel stark am Pfosten vorbei. Bruckmühl versuchte, vor allem mit Kontern gefährlich zu werden. Mit Fortgang der Partie wurde das Geschehen auf und neben dem Feld immer hitziger, was auch an der von Anfang an (zu) langen Leine des Unparteiischen lag. Kurz vor dem Ende hatte Bruckmühl allerdings Glück als Kraxenberger bei einer Annahme im eigenen Strafraum der Ball an die abgespreizte Hand sprang. Schlussendlich endete das Spiel jedoch mit elf gegen elf und ohne Tore. Einziger Wehmutstropfen aus Bruckmühler Sicht: Tobias Bloier knickte in der zweiten Halbzeit um und musste verletzungsbedingt vom Platz.
SV Bruckmühl II verliert Kellerduell beim WSV Samerberg
Die zweite Mannschaft des SV Bruckmühl musste sich bereits am Freitagabend beim Pflichtspielauftakt im Kreisklassen-Duell beim WSV Samerberg durchaus verdient geschlagen geben. Die Hausherren gingen durch einen Doppelschlag in der Anfangsphase früh in Führung. SVB-Schlussmann Gabriel Fliegerbauer verschätzte sich bei einer Hereingabe. Florian Rieder schaltete schneller und köpfte aus kurzer Distanz ein. Nur drei Zählerumdrehungen später erhöhte Markus Sattelberger im Aufsteigerduell. Der Ex-Regionalliga-Spieler zog nach einem Angriff über die linke Seite aus spitzem Winkel ab. Der Ball schlug, von SVB-Kapitän Marius Rotter noch entscheidend abgefälscht, im kurzen Eck ein.
Johannes Brendle feiert Comeback nach fast zwei Jahren
Doch noch vor der Pause meldete sich Bruckmühl zurück. Mika Müller eroberte in der eigenen Hälfte den Ball und bediente Ludwig Volke, der Johannes Brendle in den Lauf schickte. Der Stürmer legte von der Grundlinie in den Rückraum ab. Patrick Gigla vollendete mit dem zweiten Kontakt zum Anschlusstreffer ins kurze Eck. Für Brendle war es nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung der erste Einsatz seit fast zwei Jahren. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste insgesamt etwas ins Spiel. Zunächst verhinderte Fliegerbauer jedoch mit einem starken Reflex gegen den völlig freistehenden Sattelberger die vorzeitige Entscheidung. Nur kurze Zeit später stellte Florian Osterhammer den alten Spielstand wieder her. Der Routinier traf mithilfe des Innenpfostens sehenswert per direktem Freistoß aus rund 20 Metern.
Nachholspiel gegen SV Nußdorf am Mittwoch
In der absoluten Schlussphase warf Bruckmühl alles nach vorne, mehr als der erneute Anschlusstreffer sprach jedoch nicht mehr heraus. Einen Abschluss von Gigla ließ der WSV-Torhüter prallen. Der eingewechselte Marcel Buzas staubte ab. Mit der Niederlage im Kellerduell schmilzt der Vorsprung des SVB II auf die beiden direkten Abstiegsplätze auf zwei Zählern. Bereits am Mittwoch geht es mit dem Duell mit dem Tabellenzweiten SV Nußdorf weiter. Anstoß im Mangfallstadion ist um 19:30 Uhr. (Alexander Nikel)