TeamGym

Mannschaftssportart mit drei Disziplinen

Bodenprogramm

Gruppengymnastik nach Musik mit:

  • Pirouetten
  • Balanceelemente
  • Sprünge
  • Kraftelemente

Außerdem zeigen die Mannschaften je nach Können Elemente aus dem Turnen, der Akrobatik und dem Tanz. Besonderer Wert wird auf das synchrone Turnen gelegt und die fliessenden Übergänge zwischen Gymnastik und Akrobatik und zwischen den einzelnen Formationen. Generell kommt es immer auf die Teamarbeit drauf an. Nicht das Können eines einzelnen Aktiven steht im Vordergrund, sondern die Präsentation einer einheitlichen Mannschaft.

Tumbling

Übungen auf einer gefederten Bodenbahn.

  • drei verschiedenen Bahnen turnen
  • Jeweils sechs Aktive einer Mannschaft
  • erste Bahn: identische Übungen
  • weitere Bahnen: jeder Aktive zeigt was er kann

Ein Tumblingdurchgang wird durch kontinuierliche Geschwindigkeit, rhythmische Hand- zu Fußelementen (z.B. Flick-Flack) und Fuß- zu Fußelementen (z.B. Temposalti) charakterisiert. Diese müssen ohne Verzögerung und Zwischenschritte gezeigt werden. Die Disziplin Tumbling findet man nicht nur im TeamGym, sondern auch in den Sportarten Trampolin und Sportakrobatik. Im TeamGym jedoch wird die Darbietung noch mit Musik unterlegt und ist besonders für den Zuschauer eine spektakuläre Darbietung.

Trampette

Übungen mit Hilfe eines Sprungtisches

  • Absprung nach Anlauf
  • drei verschiedenen Übungen
  • teils atemberaubende Höhen

Für das TeamGym gibt es einen etxra Einbau für den Sprungtisch, um diesen bis zu 1,65 m hochstellen zu können. Bei den Neulingen in dieser Sportart reichen jedoch bereits Fußsprünge am Minitrampolin wie zum Beispiel ein Grätschwinkelsprung und am Sprungtisch ein Aufhocken mit anschliessendem Strecksprung.

P-Übungen

Gerätturnen

Auch Kunstturnen / Geräteturnen. Ist eine olympische Individualsportart. Ziel ist es, an Turngeräten Übungen nach vorgegebenen Kriterien (Technik und Haltung) auch in Verbindungen auszuführen. Durch das Gerätturnen werden vor allem koordinative und konditionelle Fähigkeiten entwickelt, aber auch Mut, Willensqualitäten (Ehrgeiz usw.) und Selbstbeherrschung. Vier Geräte sind üblich:

Sprung

Stufenbarren/Reck

Schwebebalken

Boden

Kür

Bei Deutschen und Landesverbandsmeisterschaften, in der Bundes- und Regionalliga (Deutsche Turnliga) sowie teilweise in den höchsten Ligen der Landesverbände werden Kürübungen nach dem neuen seit 2013 gültigen Code de Pointage (CdP) geturnt. Diese Übungen werden von den Turnern frei nach den Anforderungen des CdP zusammengestellt. Der Endwert der Übung setzt sich aus D- und E-Note (früher A- und B-Note) zusammen, wobei die D-Note die Schwierigkeit (difficulty) der Übung bewertet und die E-Note die Ausführung (execution). Zusätzlich existiert als Nachfolger des Ende 2006 abgeschafften B-Stufen-Systems die Kür Modifiziert (KM). Diese ist ab dem 1. Januar 2008 eingeteilt in vier Schwierigkeitsstufen von I bis IV und unterscheidet sich hauptsächlich dadurch vom CdP, dass je nach Schwierigkeitsstufe weniger Elemente, leichtere Übungsabgänge und sogenannte Nationale Elemente (NE), die nicht im CdP enthalten sind, geturnt werden dürfen. In der leichtesten Stufe KM IV müssen sogar weniger Elementgruppen erfüllt werden. Diese Übungsformen finden unter anderem beim Deutschland-Cup und den Seniorenmeisterschaften Anwendung. Die KM II wird vor allem in den Ligen der Landesturnverbände (Landesliga, Verbandsliga, Oberliga) geturnt. Die KM I wurde bereits vor mehreren Jahren abgeschafft.

Pflicht

Neben der Kür existiert seit dem 1. Januar 2007 im DTB ein neues Pflichtübungssystem, die sogenannten P-Übungen. Dabei muss der Turner eine vorgegebene Folge von Elementen zeigen. Die P-Übungen lösen die bisherigen A-Übungen (Breitensport) und AK-Übungen (leistungssportlicher Nachwuchs) ab und sind am 1. Januar 2008 in ihrer endgültigen Form in Kraft getreten. Dabei werden die P-Übungen in eine A-Variante für den Breitensport und eine B-Variante für den leistungssportorientierten Nachwuchs unterteilt. Bei den P-Übungen Variante A werden an allen Geräten Übungen der Schwierigkeitsstufen P1 bis P9 angeboten (außer Ringe keine P1 und P2), wobei sich dabei der Ausgangswert aus A- und B-Note zusammen setzt (Nummer der Übung plus 10 Punkte, P7a = 17 Punkte). Die Turnerinnen dürfen am Boden ihre Musik frei aber zur Übung passend wählen. Die A-Versionen werden unter anderem auf Turnfesten geturnt. In der Variante B existieren Übungen der Schwierigkeitsstufen P1-P11 (außer Sprung Männer nur bis P10) mit Pflichtmusiken für die Turnerinnen am Boden. Diese Übungen werden jahrgangsabhängig geturnt. Dadurch soll erreicht werden, dass der leistungssportorientierte Nachwuchs definierte und altersgerechte Leistungsziele erreicht.

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